Quantenbits als Sensoren

Gleich mehrere Megatrends unserer Zeit versprechen, die Nachweisgrenze für kleine Signale deutlich zu verschieben. Die Bausteine des Quantencomputers - einzelne Atome, einzelne Moleküle, einzelne Spins - lassen sich auch als Sensoren verwenden. Sie sind die kleinsten Messgeräte, die je gebaut wurden und haben bereits einige Durchbrüche ermöglicht, wie z.B. die Messung des Magnetfelds eines einzelnen Biomoleküls. Gleichzeitig erlauben es neue Signalverarbeitung und künstliche Intelligenz zunehmend, auch aus schwachen und verrauschten Signalen wie einzelnen Photonen Information zu gewinnen. 

Diese Entwicklung voranzutreiben ist die Mission unserer Gruppe. Ein besonderes Augenmerk legen wir darauf, neue Methoden für die Lebenswissenschaften zu entdecken.

Sind Sie daran interessiert, sich uns anzuschließen? Dann kontaktieren Sie friedemann.reinharduni-rostockde um mehr über aktuelle und kommende Ausschreibungen zu erfahren. 

 


Aktuelles

Zeiss Quantum Challenge Award

02.03.2021

Die Firma Zeiss hat in ihrer Quantum Challenge einen Vorschlag unserer Gruppe ausgezeichnet, wie sich ein Kernspintomograf auf die Größe einer einzelnen biologischen Zelle verkleinern lässt. In der Quantum Challenge zeichnet die Firma Zeiss realistische und vielversprechende Anwendungsvorschläge für Quantentechnologie aus. Mit der Auszeichnung steigen auch die Chancen, dieses Projekt an der Uni Rostock umsetzen zu können. Wir bedanken uns für die Unterstützung unserer Arbeit! 
Mehr dazu in der Zeiss Pressemeldung

 

Ein neues Verfahren liest Quantenbits 1000 mal schneller aus

22.01.2021

Wir haben ein neues Verfahren entwickelt, um Quantenbits in Diamant ("NV-Zentren") auszulesen. Es ist deutlich schneller als existierende Ansätze - bis zu einem Faktor 1000 in manchen Anwendungen. Der Schlüssel besteht darin, das NV-Zentrum selber als atomar kleinen Flash-Speicher zu verwenden. Mit einem Laserprotokoll, das auf resonanter Anregung bei Tieftemperatur basiert, schreiben wir den Spinzustand des Zentrums in diesen Zwischenspeicher, aus dem er durch Fluoreszenz hocheffizient ausgelesen werden kann.
Nature Communications 12, 532 (2021)

 

Auf dem Weg zu Label-freier Mikroskopie von Aktionspotentialen

18.11.2020

Eine aufkommende Technik in der Neurobildgebung macht elektrische Aktivität von Nervenzellen ("Aktionspotentiale") sichtbar, indem sie schwache intrinsische Signale von Zellen abbildet, zum Beispiel ein winziges Zittern der Zellmembran. Wir haben mehrere Algorithmen der modernen Signalverarbeitung untersucht, die den Nachweis dieser Signale verbessern können.
Scientific Reports 10, 20078 (2020)

Kontakt

Leiter:
Prof. Dr. Friedemann Reinhard
Institut für Physik,
Forschungsgebäude, Raum 116
Tel.: +49 381 498 6840
E-Mail: friedemann.reinhard(at)uni-rostock.de

Sekretariat:
Ulrike Schröder
Institut für Physik,
Forschungsgebäude, Raum 179
Tel.: + 49 381 498 6861
Fax: + 49 381 498 6862
E-Mail: ulrike.schroeder(at)uni-rostock.de